Langsames Herunterfahren von Exchange-Servern vermeiden Drucken E-Mail

Langsames Herunterfahren von Exchange-Servern vermeiden

Domaincontroller in kleinen Umgebungen fungieren oftmals auch als Exchange-Server. In dieser Konstellation benötigen die Server ggf. bis zu 10 Minuten zum Herunterfahren.

Um das Herunterfahren zu beschleunigen, sollte dem Exchange-Server auf Maschinen-Ebene per Gruppenrichtlinie ein Script mindestens folgenden Inhalts -auszuführen beim Herunterfahren- zugewiesen werden:


net stop "Microsoft Exchange-Systemaufsicht" /Y
net stop "Microsoft Exchange-Verwaltung" /Y

 

In folgendem Registrierungsschlüssel sollte weiterhin der Wert für das Timeout beim Warten auf das Beenden von Diensten angepasst werden. Der Standard-Wert liegt bei 20000, bei Domain-Controllern mit gleichzeitiger Exchange-Funktionalität wird dieser Wert bei der Exchange-Installation auf 600000 erhöht, was zur erwähnten Wartezeit beim Herunterfahren führen kann. SBS 2003 Server setzen diesen Wert per Default auf 120000. Eine manuelle Anpassung auf 120000 birgt demnach kein Risiko. Niedrigere Werte sind nach eigenem Ermessen -natürlich in Verbindung mit dem o.g. Script- möglich. Die Wertangabe erfolgt in Millisekunden!


Windows Registry Editor Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control]
"WaitToKillServiceTimeout"="20000"


Achtung! Registrierungsmodifikationen auf eigene Gefahr!

Weiterführende Informationen:

Microsoft KB 827610: Shutdown and restart operations are very slow in Windows Small Business Server 2003